Mit dem Saxophon erzählen…

Angela Puxi - Musiker Spezial

Was ein halber Grover Washington - Song bewirken kann - Seite 1/3

Angela Puxi - www.jazzagentur-leipzig.deJazz LE: Wie kam es dazu, dass Sie Musikerin wurden?
A.P.: Mein Bruder hat mir, als ich etwa 12 Jahre alt war, zu Weihnachten eine Kassette geschenkt, auf der er mir eine Grover Washington und eine Archie Shepp Platte aufgenommen hatte.
Leider passten die jeweiligen Platten nicht ganz auf je eine Kassettenseite, das letzte Stück brach also mittendrin ab

Erst viele Jahre später habe ich mir zumindest die Grover Washington–CD gekauft, so dass dich diese erstmals endlich komplett hören konnte. Jedenfalls hat mich damals, ohne überhaupt zu wissen, welches Solo-Instrument ich da hörte, der Klang des Saxophones sehr fasziniert. Es war so, als konnte es sprechen und Geschichten erzählen, und so versank ich immer und immer wieder, wenn ich diese Kassette hörte (und das war sehr oft) in die Musik, in die Geschichten, die das Saxophon erzählen konnte.

Mir wurde damals bereits klar: ich will dieses Instrument auch haben, ich will Saxophonistin werden.
Es hat dann noch einige Jahre gedauert, bis dies dann auch möglich wurde und ich meine ersten Töne auf  einem Saxophon spielen durfte… doch damit war es endgültig um mich geschehen: ich klang zwar nicht wie Grover Washington, aber ich setzte von Anfang an alles daran, irgendwann meine eigenen Geschichten erzählen zu können mit meinem eigenen Sound.

Jazz LE: Sie sind auch Sängerin. Wie sehen Sie sich in erster Linie, als Saxophonistin oder Sängerin?

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